Sonntag, 26. Mai 2019

Notruf: 122

Aus der Chronik

 Aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr St. Johann

 Der Brand beim vlg. Schadner in St. Johann am 10. Oktober 1921, bei dem der Stadel vollständig, das Wohnhaus teilweise zum Opfer fiel und wo die Bewohner des Dorfes hilflos der Feuerslohe bis zum Eintreffen der Wolfsberger Feuerwehr gegenüberstanden, war Anlass, den schon lange vorher gehegten Gedanken zur Gründung einer Gemeindefeuerwehr zu verwirklichen. 

Zu diesem Zwecke wurde im November 1921 eine Versammlung beim Hanslwirt in St. Johann von den Herren Alois Jäger, Kaufmann in St. Stefan, und Johann Ruhs, Kaufmann in St. Johann, einberufen. Bei dieser Versammlung fanden sich Interessenten aus dem gesamten Gemeindegebiet ein. Herr Alois Jäger, der bei dieser Besprechung den Vorsitz führte, wies darauf hin, dass die Gründung und Erhaltung einer schlagkräftigen Gemeindefeuerwehr manches Opfer an Geld, Material und Arbeit von den Bewohnern fordern werde. 

Da es galt für das Löschgerät ein Gemeindehaus zu bauen, hielt man Ausschau nach einem geeigneten Bauplatz. In diesem Punkte gingen die Meinungen auseinander. Herr Alois Jäger schlug vor, das Spritzenhaus im Orte St. Stefan zu errichten, während Herr Johann Ruhs den Platz an der Pailbrücke in Paildorf als zentral bezeichnete, wohin von St. Stefan sowie auch von St. Johann ungefähr gleich weit wäre.

 Da man über den Ort der Errichtung des Rüsthauses für die zu gründende Freiwillige Feuerwehr zu keiner Einigung kam, wurde der Beschluss gefasst, in der Gemeinde St. Stefan zwei Feuerwehren zu gründen. Die Feuerwehr St. Stefan wurde noch im gleichen Jahre, und zwar am 26. Dezember 1921 gegründet.

 Durch Herrn Johann Ruhs wurde für den 5. März 1922 eine Versammlung der Bewohner der Ortschaften St. Johann und Umgebung beim Hanslwirt in St. Johann zur Gründung einer Ortsfeuerwehr einberufen. 

Mit 29 aktiv ausübenden und 9 unterstützenden Mitgliedern wurde die Freiwillige Feuerwehr St. Johann noch an diesem Tage gegründet.

 Als Bauplatz des zu erbauenden Spritzenhauses mit Schlauchturm wurde der Platz neben dem Raderbartl-Kreuz auf den Grundstücken der Besitzer Johann Timmerer vlg. Stuckbauer und Josef Unterholzer vlg. Raderbartl festgesetzt, die diese Grundstücke kostenlos der Wehr St. Johann zur Verfügung stellten. 

Herr Johann Ruhs übergab die von ihm angekaufte abprotzbare Hochdruckhandspritze und eine Krückenspritze kostenlos der Wehr St. Johann mit dem Bemerken, dass die Geräte im Ort St. Johann zu verbleiben haben.

 Als Abschluss des Gründungsaktes fand am 2. April 1922 die Wahl der Kommandanten statt, aus der folgende Funktionäre hervorgingen: 

 

Wehrhauptmann: 

Johann RUHS

Stellvertreter:

Lorenz TATSCHL 

Steigerleitmann:

Leo NISSL

Stellvertreter:

Sebastian GRAF 

Spritzenleitmann:

Alois QUENDLER

 Stellvertreter: 

Franz HAUPT

 Zeugwart:

Pius TIEFENBACHER 

Stellvertreter:

 Valentin KNAUDER

Kassier:

Josef UNTERHOLZER

 Schriftwart:

Adolf GERDEJ

Hornist:

 Valentin TIMMERER 

 Stellvertreter:

 Gottfried SULZER

 Die Jahresbeiträge für ausübende Mitglieder wurden mit 300 Kronen, die der unterstützenden Mitglieder mit 1000 Kronen festgesetzt.

Die bisherigen Kommandanten

1922 – 1938 

Johann Ruhs 

1938 – 1946

Alois Schmid

1946 – 1949

Paul Sternath

1949 – 1951

Alois Schmid

1951 – 1967

Simon Koinig

1967 – 1983

Hannes Tatschl

1983 – 2003

Norbert Magele

seit 2003

Franz Maier

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